Herzenssachen

Ser­vus aus Kärn­ten; Hello Central Europe!

MEINRAD

Obwohl die „Meet Centr­al Euro­pe“ dieses Jahr erst zum zwei­ten Mal statt­fand, ist sie schon jetzt ein Fix­punkt in MEINRADs Jahres­terminkalender. Vom 10. bis 11. Oktober haben Christina Rathmayer, Christine Ladinig und Christian Waldmann auf der Konfer­enz für Übersetzungs­dienstleister Kontakte geknüpft, fach­gesimpelt und Vor­trägen ge­lauscht – Christina stand sogar selbst auf der Vortrags­bühne.

Fachsimpeln unter Gleichgesinnten

Sie kamen aus allen Teilen Mitteleuropas, die rund 450 Teilnehmer der Meet Central Europe (MCE) – drei davon reisten aus Wolfsberg an: Unsere „drei Cs" Christina, Christine und Christian von MEINRAD.

Die Konferenz für Übersetzungsdienstleister wurde von den vier Vereinigungen für Übersetzungsunternehmen aus Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Österreich gegründet und organisiert. Dieses Jahr fand sie in Prag statt. Die Veranstaltung bot Sprachdienstleistern aus Zentraleuropa die perfekte Möglichkeit, sich auszutauschen, Expertise weiterzugeben und die Verbindung untereinander zu stärken. 

Das Motto der MCE war diesen Herbst erneut ein besonders wichtiges: „Inspiring Vendor Managers”. Dabei geht es um die Zusammenarbeit von Übersetzungsbüros und freiberuflichen Übersetzern. Diese ist wesentlich für den Erfolg jedes Übersetzungsdienstleisters. Denn nur fachlich qualifizierte, technisch versierte und motivierte Übersetzer sind der Garant für einwandfreie Übersetzungen.

Agenturen treffen Freiberufler (bei Freibier)

Verglichen mit 2018 waren dieses Mal viele freiberufliche Übersetzer unter den Teilnehmern. Dadurch ergab sich eine spannende Mischung aus Sprachdienstleistern, Software-Unternehmen, Vertretern von Universitäten und freiberuflichen Übersetzern. Der perfekte Raum also zum Netzwerken in der Branche. Für die optimale Networking-Atmosphäre sorgte unter anderem QSD – Qualitätssprachendienste Deutschland. Denn der Verband sponserte, passend zum Oktoberfest, zwei Fässer Bier.

Immer auf dem Laufenden

Auch das MEINRAD Dreigespann nutzte die Konferenz, um sowohl Beziehungen zu bestehenden Übersetzern zu pflegen, als auch neue Kontakte zu knüpfen. Wir lernten unter anderem ein Vorstandsmitglied der SZOFT (Netzwerk von qualifizierten ungarischen Übersetzern) kennen, das uns Kontakte zu ungarischen Übersetzern vermittelte.

Das zweite wichtige Thema war die Weiterbildung. In einer schnelllebigen Branche wie dem Sprachdienstleistungssektor, ist es enorm wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben. Durch den Austausch mit Gleichgesinnten bleibt man up-to-date und kann darüber hinaus von den Erfahrungen anderer profitieren.

Breites Angebot und „Stoff“ zum Nachdenken

Die Veranstaltung bot ein buntes Programm bestehend aus interessanten Vorträgen für Freiberufler und Übersetzungsbüros sowie Training-Sessions für die verschiedenen übersetzungsrelevanten Software-Lösungen. Zusätzlich konnten dreistündige Master-Classes besucht werden, bei denen die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, ihr Wissen in diversen Themenbereichen zu vertiefen.

Einmal mehr waren Machine Translation und Post-Editing zentrale Schlagworte während der Vorträge und der gesamten Veranstaltung. „Mittlerweile hat fast jeder die Vorteile der künstlichen Intelligenz erkannt. Noch wichtiger ist zu erkennen, dass dadurch unsere Fähigkeiten als Menschen gefragter sind als je zuvor“, fasst Christina ihre Eindrücke zusammen. In den fachspezifischen Vorträgen über Vendor Management ging es unter anderem um das Schaffen von Win-Win-Situationen zwischen Unternehmen und Freelancern.
Ein weiterer spannender Vortrag beschäftigte sich mit den Herausforderungen von Remote-Teams, also Teams, deren Mitglieder nicht alle vom selben Ort aus arbeiten. Insgesamt lieferten die zahlreichen Vorträge und besonders die Master-Classes wertvolle Denkansätze und Inputs, die es in den nächsten Wochen zu durchdenken und umzusetzen gilt. 

Christine, Christina und Christian auf der MCE

Christine, Christina und Christian auf der Meet Central Europe

Menschlichkeit und persönlicher Kontakt

Die wichtigste Message der Veranstaltung ist gleichzeitig eine Bestätigung für uns, denn sie zeigt, dass wir die richtige Richtung eingeschlagen haben. Immer wieder wurde betont, dass die Zeit, die durch Automatisierung eingespart werden kann, in Menschlichkeit und persönliche Beziehungen investiert werden sollte. Das ist schon seit langem das Credo von MEINRAD.

Aus diesem Grund ist auch das Thema des allerersten MEINRAD-Vortrags auf der „Meet Central Europe“ keine Überraschung: Unsere Chief Relationship Officer Christina rückte das Thema Menschlichkeit in der Zusammenarbeit mit Übersetzern in den Fokus. Sie berichtete von Erfahrungen aus ihrem Arbeitsalltag im Vendor Relations Management und den „Fünf Tools“ für eine gute, partnerschaftliche Beziehung zu den Dienstleistern.

Job-Kontakte knüpfen à la Speed-Dating

Eine weitere Premiere war die Jobmesse, die am ersten Veranstaltungstag über die Bühne ging. Das Konzept ähnelte dem Speed-Dating: Mehr als ein Dutzend Agenturen aus ganz Europa haben sich den freiberuflichen Übersetzern präsentiert und umgekehrt. Dies bot die ideale Gelegenheit, um einander kennenzulernen und die Weichen für eine künftige Zusammenarbeit zu stellen. Auch wir konnten auf diesem Weg Kontakte zu einigen geeigneten Übersetzern für den technischen Bereich knüpfen. Side-Events wie ein Sektempfang in Stalins Suite im Hotel International und das GALA Dinner oder einfach ein geselliges Treffen in der Bar um die Ecke rundeten die Konferenz ab. Christine schwärmt: „Die Stimmung war fantastisch. Es war ein schönes Gefühl, Teil einer großen Gruppe zu sein, die den gleichen Herausforderungen gegenübersteht wie man selbst."

Fazit: Wiederholungsbedarf! 

Insgesamt war die Konferenz ein voller Erfolg. Zwei Tage gespickt mit spannenden und lehrreichen Vorträgen und fesselnden Master-Classes sowie das Zusammentreffen mit vielen interessanten Menschen und Kollegen aus der Übersetzungsbranche lassen nur einen Schluss zu: „Meet Central Europe 2020“ – wir kommen! Dann haben wir übrigens Heimvorteil, die Konferenz findet 2020 nämlich in Innsbruck statt.

 

Die im Text gewählten personenbezogenen Bezeichnungen sollen sich ausdrücklich auf alle Geschlechter in gleicher Weise beziehen. Soweit im Text die männliche Form gewählt wurde, geschah dies aufgrund der besseren Lesbarkeit. Hintergründe zu unserer Entscheidung finden Sie in unserem Artikel So lebt MEINRAD das Thema Gleichberechtigung und gendergerechte Sprache.